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ZfS, Jg. 45, Heft 3 (2016)

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Das unternehmerische Selbst und Vorurteile gegenüber arbeitslosen Personen

Eva Groß

Zusammenfassung: Dieser Artikel baut für die Untersuchung neoliberaler sozialer Ungleichheiten über die Soziale Dominanztheorie und eine Analyse von Verstärkern von Vorurteilen gegenüber arbeitslosen Personen Brücken zwischen soziologischen und sozialpsychologischen Theorietraditionen. Ein konzeptionelles Modell wurde entwickelt, worin mediierende Effekte von Einstellungen entlang des Leitbildes des unternehmerischen Selbst – eine neu entwickelte quantitative Einstellungsmessung die auf gouvernementalitätstheoretisch soziologischen Analysen gegenwärtiger Selbsthilfeliteratur basiert – unter Kontrolle der Protestantischen Arbeitsethik und des subjektiven Statusempfindens empirisch getestet wurden. Die Methode des Conditional Process Modeling ergab eine moderierte Wirkung des unternehmerischen Selbst auf die Abwertung von arbeitslosen Personen, die mit zunehmenden Status stark zunimmt, leicht in der Mittelschicht auftritt und in der (subjektiven) Underclass nicht vorliegt. Dieses Resultat wird in Anknüpfung an die gouvernementalitätstheoretische Literatur diskutiert.

Schlagworte: Neoliberalismus; unternehmerisches Selbst; Intergruppenbeziehungen/Intergruppentheorien; soziale Dominanz; Vorurteile; Protestantische Arbeitsethik; soziale Ungleichheit; moderierte Mediation