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ZfS, Jg. 45, Heft 2 (2016)

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Fördert Einbürgerung die Integration?

Patrick Fick

Zusammenfassung: Der Beitrag geht der Frage nach, ob Einbürgerung die Identifikation mit dem Aufnahmeland beeinflusst. Untersucht wird dies mit den Daten des Sozio-oekonomischen Panels, ausgehend von Evidenzen zu positiven Effekten der Einbürgerung für die strukturelle Integration von Migranten. Einbürgerung wird verstanden als individuelle Investition in die Integration und einmaliges Ereignis im Lebensverlauf von Migranten. Angenommen wird, dass nach erfolgter Einbürgerung das Ziel der Vermeidung kognitiver Dissonanz sowie gestiegene Opportunitäten zu einer Zunahme der Identifikation mit dem Aufnahmeland führen. Es zeigt sich, dass die Einbürgerung unabhängig vom Herkunftsland einen positiven Effekt auf die Identifikation hat. Auch wenn die Identifikation mit dem Aufnahme- und dem Herkunftsland bei Migranten partiell unvereinbar ist, lässt sich feststellen, dass zumindest bei Migranten türkischer Herkunft die Einbürgerung mit einer stärkeren Kompatibilität einhergeht.

Schlagworte: Einbürgerung; Staatsbürgerschaft; Integration; Identifikation; SOEP