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ZfS, Jg. 45, Heft 2 (2016)

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You Can Take Some of It with You!

Andreas Damelang, Martin Abraham

Zusammenfassung: In der vorliegenden Untersuchung wird die Verwertbarkeit ausländischer Berufsbildungsabschlüsse auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie eine mögliche Benachteiligung von Ausländern im Bewerbungsprozess evaluiert. Hintergrund ist das Problem, dass ausländische Abschlüsse für die Arbeitgeber weniger informativ sind als deutsche Zertifikate. Anhand eines  Vignettenexperiments analysieren wir die Wahrscheinlichkeit für ausländische Fachkräfte zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Das Herkunftsland der vorgestellten Bewerber – Bulgarien, England, Frankreich, Portugal und Türkei  – wird dabei ebenso experimentell variiert wie deren berufliche Qualifikation. Die Ergebnisse zeigen erwartungsgemäß, dass Bewerber mit deutschen Abschlüssen bevorzugt werden. Ausländische Fachkräfte können ihre im Ausland erworbenen Zertifikate zwar auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt verwerten, jedoch mit Abschlägen. Des Weiteren deuten die Ergebnisse auf eine Diskriminierung nicht-westeuropäischer ausländischer Bewerber hin.

Schlagworte: Arbeitsmarkt; Ausländische Zertifikate; Ethnische Ungleichheit; Diskriminierung; Bewerbungsprozess; Faktorielles Survey.