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ZfS, Jg. 45, Heft 2 (2016)

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Besser, schlechter oder polarisiert?

Stefan Kirchner

Zusammenfassung: Dieser Artikel untersucht Trends von Autonomie, Intensität und Beschäftigungsstabilität als Kernaspekte der Arbeitsqualität für Beschäftigte in EU-15-Ländern. Universalistische Ansätze vermuten eine universelle Verschlechterung dieser drei Aspekte auf der Low-Road. Teilweise wird eine universelle Polarisierung der Arbeitsqualität angenommen. Regimetheorien unterstellen dagegen, dass Trends und Polarisierung nach Ländergruppen unterschiedlich verlaufen. Dieser Artikel prüft diese widersprüchlichen Theoriepositionen mit dem European Working Conditions Survey (EWCS) für Beschäftigte der EU-15 zwischen 1995 und 2010. In einem universellen Trend sinkt Autonomie nur leicht, die Intensität steigt und die Beschäftigungsstabilität sinkt. Dabei zeigen sich weder eine universelle Polarisierung, noch deutliche Trends oder eine Polarisierung nach Ländergruppen. Der Artikel leistet damit einen zentralen Beitrag für das Verständnis universeller Trends der Arbeitsqualität, bei denen eine deutliche Polarisierung bislang ausbleibt.

Schlagworte: Arbeitsqualität; Europa; internationaler Vergleich; Mehrebenenmodell.