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ZfS, Jg. 45, Heft 1 (2016)

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Die Relevanz der Irrelevanz

René Krieg

Zusammenfassung: Zur Aufgabe von Handlungstheorie gehört auch die Erklärung der Nicht-Realisierung bestimmter Handlungsoptionen. Hierbei dürfen jedoch nicht allein die jeweiligen Entscheidungsprozesse des Akteurs betrachtet werden. Stattdessen muss ebenso die subjektive und situative Irrelevanz von Handlungsweisen als Erklärungsfaktor Berücksichtigung finden. Der Text benennt Theorieansätze, die diese Perspektive einnehmen, und vergleicht sie miteinander. Besonderes Augenmerk liegt auf den relevanztheoretischen Überlegungen von Alfred Schütz, die mit dem Ziel rekonstruiert werden, sie in ein umfassenderes handlungstheoretisches Modell einfließen zu lassen. Es werden Vorteile eines solchen wissenssoziologisch-relevanztheoretischen Modells in Bezug auf die Erklärung von Nicht-Entscheidungen, Nicht-Alternativen und unwirksamen Einstellungen gezeigt.

Schlagworte: Alfred Schütz; Alternativenmenge; Bounded Rationality; Einstellungszugänglichkeit; Handlungstheorie; Irrelevanz; Nicht-Entscheidung; unwirksame Einstellung