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ZfS, Jg. 43, Heft 4 (2014)

How Denationalization Divides Elites and Citizens

Celine Teney, Marc Helbling

Zusammenfassung: Auf der Grundlage einer einmaligen Befragung von Eliten in Top-Positionen in elf Tätigkeitsfeldern erforschen wir (1) Inkongruenzen von Meinungen zwischen den Eliten und der Bevölkerung und (2) die Polarisierung von Eliten-Positionen zu vier umstrittenen Denationalisierungs-Themen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Kluft zwischen den Eliten und der Bevölkerung in jenen Fragen signifikant ausfällt, die in einem direkten Zusammenhang mit der weiteren Öffnung nationaler Grenzen stehen. Dieser Zusammenhang bleibt auch dann bestehen, wenn wir auf Bildung, Alter, Geschlecht, Wohnsitz und politische Orientierung kontrollieren. Im Gegensatz dazu nehmen Eliten, unabhängig von ihren Tätigkeitsfeldern, vergleichsweise einvernehmliche Positionen zu Fragen der Denationalisierung ein. Transnationale Aktivitäten und Mobilität stehen in keinem signifikanten Zusammenhang mit Einstellungen zu den vier untersuchten Themen. Eliten mit einer stark ausgeprägten supranationalen Identität sprechen sich allerdings deutlich häufiger dafür aus, die Grenzen für Einwanderer zu öffnen und die Entwicklungszusammenarbeit zu intensivieren.

Schlagworte: Eliten; Globalisierung; Transnationalismus; Einstellungen; Soziale Spaltung; Deutschland