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ZfS, Jg. 43, Heft 2 (2014)

Pendelentfernung, Lebenszufriedenheit und Entlohnung. Eine Längsschnittuntersuchung mit den Daten des SOEP von 1998 bis 2009

Simon Pfaff

Zusammenfassung: Der Beitrag thematisiert den Einfluss der Pendelmobilität auf die allgemeine Lebenszufriedenheit. Zur genauen Beurteilung der Mobilitätseffekte prüfen die Analysen zudem den Effekt der Pendelentfernung auf das Einkommen sowie die Zufriedenheit mit der Wohnung und der beruflichen Situation. Die Untersuchung der Zusammenhänge beruht auf Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) von 1998–2009 und den Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung (INKAR). Fixed-Effects-Modelle zeigen einen geringen, aber robusten negativen Effekt des Pendelns auf die allgemeine Lebenszufriedenheit abhängig Beschäftigter. Zugleich bestätigen die Analysen den positiven Zusammenhang zwischen Pendelentfernung und Einkommen. Die Zufriedenheit mit der Wohn- und Arbeitssituation wird durch die Entfernung zwischen dem Wohn- und Arbeitsort hingegen nicht beeinflusst. Pendelmobilität zahlt sich also finanziell aus, senkt jedoch die allgemeine Lebenszufriedenheit.

Schlagworte: Pendelmobilität; Lebenszufriedenheit; Räumliche Kontextfaktoren; SOEP; INKAR.