Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 42, Heft 5 (2013)

Bildungsbenachteiligt durch Übergewicht: Warum adipöse Kinder in der Schule schlechter abschneiden

Marcel Helbig, Stefanie Jähnen

Zusammenfassung: Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) deutscher Mädchen und Jungen mit ihrem Schulerfolg zusammenhängen. Auf der Basis des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) und des Mikrozensus 2009 wird die Assoziation des Body-Mass-Index mit der Mathematik- und Deutschnote sowie dem Gymnasialübergang untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Jungen und Mädchen schlechtere Noten in Mathematik aufweisen und seltener das Gymnasium besuchen, wenn sie adipös sind. Zudem haben auch übergewichtige Jungen eine geringere Chance auf den Gymnasialübergang. Bei adipösen Mädchen sind die schlechteren Mathematiknoten teilweise darauf zurückzuführen, dass sie häufiger gehänselt werden und dies in Form eines geringeren Selbstwertes internalisieren sowie über Verhaltensprobleme externalisieren. Gesundheitliche Probleme oder Persçnlichkeitseigenschaften sind nicht für die schlechteren Noten von Kindern mit Adipositas verantwortlich.

Schlagworte: Soziale Ungleichheit; Bildungsungleichheit; Übergewicht; Bildungserfolg; Noten; Gymnasialübergang; Hänseln; KiGGS; Mikrozensus