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ZfS, Jg. 41, Heft 2 (2012)

Schöne Schüler, schöne Noten? Eine empirische Untersuchung zum Einfluss der physischen Attraktivität von Schülern auf die Notenvergabe durch das Lehrpersonal

Imke Dunkake, Thomas Kiechle, Markus Klein, Ulrich Rosar

Zusammenfassung: Nicht zuletzt PISA hat gezeigt, dass die Beurteilung schulischer Leistungen durch das Lehrpersonal in nicht unerheblichem Umfang durch Kriterien beeinflusst wird, die nichts mit den Leistungen der Schüler zu tun haben. Ein solches sachfremdes Kriterium, das in der Diskussion bisher kaum Beachtung gefunden hat, ist die physische Attraktivität der Schüler. Am Beispiel dreier Klassen eines großstädtischen Gymnasiums haben wir überprüft, inwieweit die Schulnotenvergabe durch das Aussehen der Schüler beeinflusst wird und ob die Wirkung durch einen „Beauty Is Beastly“-Effekt moderiert wird. Die Ergebnisse der empirischen Analysen führen zu dem Schluss, dass die physische Attraktivität der Schüler signifikant und substanziell ihre Fachnoten beeinflusst. Belastbare Befunde für die Existenz eines „Beauty Is Beastly“-Effektes ließen sich hingegen nicht zeigen.

Schlagworte: Erziehung; Soziale Ungleichheit; Schulnoten; Physische Attraktivität; Geschlecht; Diskriminierung.