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ZfS, Jg. 41, Heft 2 (2012)

Soziologie des Pharmazeutischen. Theoretische Erschließung, genealogische Untersuchung, exemplarische Anwendung

Anna Henkel

Zusammenfassung: Die systemtheoretisch-wissenssoziologischen Konzepte von Semantik und Sozialstruktur werden für eine soziologische Erschließung des Pharmazeutischen operationalisiert und angewandt. Es zeigt sich nicht nur die analytische Unzulänglichkeit des weithin unproblematisiert vorausgesetzten Verständnisses von Arzneimitteln als Mitteln des Arztes, sondern auch eine grundsätzlich neue gesellschaftliche Verortung naturwissenschaftlich begründeter und von Organisationen statt Berufsrollen verantworteter Fertigarzneimittel. Ein dementsprechend theoretisch und genealogisch informiertes Arzneimittelverständnis hat Konsequenzen für die Beurteilung pharmaziebezogener Fragestellungen. Solche Konsequenzen werden am Beispiel der Arzneimittelregulierung exemplarisch aufgezeigt. Der Beitrag schlussfolgert auf allgemeine Herausforderungen für Regulierung, wie sie mit der Freisetzung technischer Dinge aus der Bindung an Berufsrollen einhergehen.

Schlagworte: Apotheker; Arzneimittel; Dinge; Gesellschaftstheorie; Medizin; Pharmakon; Pharmazie; Regulierung; Systemtheorie; Wissenssoziologie; Wissenschafts- und Technikforschung.