Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 40, Heft 2 (2011)

Dritter Sein. Einige Überlegungen im Anschluss an Gesa Lindemanns ‚Emergenzfunktion des Dritten‘

Andreas Göbel

Zusammenfassung: Der Beitrag reagiert auf einige aktuelle Vorschläge, eine Theorie und Soziologie des Dritten nicht nur in die grundbegriffliche Anlage der Soziologie einzubauen, sondern die Figur dieses Dritten auch gesellschaftstheoretisch für eine Analyse der funktional differenzierten Sinnuniversen der modernen Gesellschaft zu nutzen. Neben einigen Hinweisen auf die selektive Rezeption dieser Figur in der soziologischen Klassik und grundsätzlicher Skepsis bezüglich des faktischen Analysereichtums einer Theorie des Dritten führt der vorliegende Beitrag zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der Relation von Sozial- und Gesellschaftstheorie, wie sie Gesa Lindemann zuletzt in dieser Zeitschrift vorgeschlagen hat. Diese Auseinandersetzung mündet in den alternativen Vorschlag, die Mikrofundierung der Gesellschaftstheorie durch eine vorgeschaltete Sozialtheorie insgesamt aufzugeben.

Schlagworte: Sozialtheorie; Gesellschaftstheorie; Tertius; Differenzierungstheorie; Mikrofundierung; Kritik; Lindemann; Luhmann