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ZfS, Jg. 19, Heft 3 (1990)

Statusinkonsistenz - Ein neuer Ansatz für eine alte Theorie

Pamela Kerschke-Risch

Zusammenfassung: Ziel der Studie ist es, einen neuen Ansatz zur klassischen Statusinkonsistenz-Theorie (SI) zu liefern, um die bisher widersprüchlichen Ergebnisse zum Wahlverhalten erklären zu können. Hierzu wird eine Sekundäranalyse der ALLBUS-Datensätze 1980 und 1986 vorgenommen. Dabei wird eine systematische Untersuchung der subjektiven SI durchgeführt und SI in Abhängigkeit von sozialem Wandel und geschlechtsspezifischen Einflüssen analysiert, wobei eine Differenzierung in 'positive' und 'negative' SI erfogt. Frauen überwiegen trotz gleichwertiger Bildung in der 'negativen' Inkonsistenzgruppe deutlich. Es zeigt sich, daß SI nicht pauschal liberal/progressives Wahlverhalten hervorruft, sondern daß die Konstellation von Bildung und entsprechendem Einkommen entweder die Wahl progressiver oder konservativer Parteien bewirkt.

Schlagworte: Bildung, Theorie, Einkommen, Bundesrepublik Deutschland, Frau, geschlechtsspezifische Faktoren, sozialer Wandel, Statusinkonsistenz, Wahlverhalten, Wahlergebnis