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ZfS, Jg. 19, Heft 3 (1990)

Von der historischen Nationalökonomie zur historischen Soziologie - Ein Paradigmenwechsel in den deutschen Sozialwissenschaften um 1900

Volker Kruse

Zusammenfassung: Die deutschen Sozialwissenschaften des späten 19. Jahrhunderts waren geprägt durch heftige Methodenkämpfe zwischen den vorherrschenden historischen Schulen einerseits und den aufstrebenden nomothetischen Strömungen des Positivismus, der theoretischen Nationalökonomie und des Marxismus andererseits. Um 1900 wurden in der jüngeren Generation der historischen Schule der Nationalökonomie (Werner Sombart, Max Weber, Alfred Weber, Franz Oppenheimer) die Grundlinien eines neuen Paradigmas sichtbar, das auf die Synthese von nomothetischen und historistischen Elementen, von Theorie und Geschichte abzielte. Der vorliegende Beitrag zeigt einige Strukturelemente des neuen Paradigmas ('Weimarer historische Soziologie') auf, gibt einen Überblick über seine weitere Geschichte und fragt nach den Perspektiven für die gegenwärtige deutsche Soziologie.

Schlagworte: Änderung, historische Entwicklung, Gesellschaft, Soziologie, Struktur, Methode, Wirtschaftswissenschaft, Konzeption, Deutsches Reich, Paradigma, Positivismus, Sozialwissenschaft, Wissenschaft