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ZfS, Jg. 18, Heft 6 (1989)

Die Kriminalitätsfurcht der Bundesbürger 1965-1987. Veränderungen unter dem Einfluß sich wandelnder Geschlechterrollen

Karl-Heinz Reuband

Zusammenfassung: Die objektive und subjektive Kriminalitätsbedrohung haben sich in der Bundesrepublik auseinanderentwickelt. Während die Zahl der Gewaltdelikte langfristig stieg, ist die Kriminalitätsfurcht gesunken. Unter Umständen hat die Medienberichterstattung, die mit der Realität nur in einer lockeren Weise gekoppelt ist, dieses Auseinandertreten der objektiven und subjektiven Veränderungen mitbegünstigt. In erster Linie aber wohl werden die Veränderungen auf ein verändertes Selbstbild und gestiegenes Selbstbewußtsein bei den Frauen zurückgehen. Damit erweist sich die Kriminalitätsfurcht nicht allein durch die Kriminalitätsentwicklung geprägt, sondern ebenfalls durch allgemeine soziokulturelle Entwicklungen auf seiten der Bevölkerung.

Schlagworte: Kriminalität, historische Entwicklung, Angst, Bundesrepublik Deutschland, Geschlechtsrolle