Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 18, Heft 5 (1989)

Ratio, Kognition und Emotion. Der Modus menschlichen Handelns als abhängige Variable des Gesellschaftsprozesses

Volker Eichener

Zusammenfassung: Die Prozeß- und Figurationstheorie zeichnet sich gegenüber traditionellen Ansätzen durch die Synthese der Mikroperspektive behandelnder Menschen, der Mesoperspektive zwischenmenschlicher Interdependenzgeflechte und der Makroperspektive langfristiger gesellschaftlicher Prozesse aus. Es wird eine Theorie menschlichen Handelns entworfen, die auf unnötige Prämissen verzichtet und mehrere Typen menschlicher Verhaltenssteuerung - Affekt, Konditionierung, Kognition - integriert. Zentrale Aussage der Eliasschen Zivilisationstheorie ist, daß Rationalismus und Individualismus, die aktuellen Handlungstheorien als Universalien menschlichen Handelns zugrundeliegen, lediglich abhängige Variablen der langfristigen gesellschaftlichen Entwicklung sind. Am Beispiel der Eingliederungsforschung wird demonstriert, daß die Prozeß- und Figurationstheorie realitätsadäquatere und empirisch bewährtere Erklärungen zu liefern vermag als die individualistische Theorie rationalen Handelns.

Schlagworte: Gesellschaft, Theorie, Entwicklung, Integration, soziale Integration, Handlungstheorie, Phänomenologie, sozialer Prozess, Rationalität, Zivilisation