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ZfS, Jg. 17, Heft 6 (1988)

Hat sich die Einstellung der Jugendlichen zu Beruf und Arbeit verändert?

Ditmar Brock, Eva Otto-Brock

Zusammenfassung: Spätestens seit der Debatte um den Wertewandel ist es umstritten, ob und in welchem Umfang sich die Einstellung zu Beruf und Arbeit in der Nachkriegszeit verändert haben. Vor diesem Hintergrund bringt der Aufsatz eine kritische Diskussion der für Jugendliche vorliegenden replikativ erhobenen Daten. Sie signalisieren eine deutliche Abnahme jener Lebenskonzepte, bei denen Arbeit stark positiv besetzt wird und eindeutig in den Mittelpunkt des Lebens gestellt wird. Diese Entwicklung ist weniger auf 'Wertewandel' im engeren Sinne als (a) auf eine Bedeutungszunahme des privaten Lebensbereichs in den Konnotationen Partnerschaft, Familie, Freizeit, peers zurückzuführen. Daneben scheinen (b) Diskrepanzen zwischen den offenbar stärker gewordenen inhaltlichen Aspirationen an die Arbeit und der beruflichen Realität eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlagworte: Arbeit, Jugendlicher, Statistik, Einstellung, Beruf, Lebenssinn, Wertwandel