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ZfS, Jg. 17, Heft 3 (1988)

Der Sonderweg des Westens

Erich Weede

Zusammenfassung: Es geht um die Frage, warum der Westen und nicht etwa die asiatischen Hochkulturen zuerst Hunger und Massenarmut durch wirtschaftliche Entwicklung überwinden konnte. Im Anschluß an Eric Jones werden geographische und geopolitische Variablen als Hintergrundbedingungen der europäischen Entwicklung analysiert. Intervenierende Variablen zwischen der Geographie und der Wirtschaftsleistung sind vor allem die Existenz eines internationalen Systems in Europa, die frühe Herausbildung einer interregionalen Arbeitsteilung und des Fernhandelns mit Massengütern, relativ sichere Eigentumsrechte und aus der politischen Fragmentierung resultierende Innovationschancen. Außerdem haben vor allem die (relative) Autonomie (einiger) westlicher Städte und der westlichen Wissenschaft zur Dynamik der westlichen Entwicklung beigetragen.

Schlagworte: Entwicklungsland, Ursachenforschung, Entwicklung, Armut, Asien, sozioökonomische Entwicklung, westliche Welt, Hunger