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ZfS, Jg. 16, Heft 2 (1987)

Ein Index zur Trennung von individuellem und strukturellem Wandel zwischen zwei Meßzeitpunkten einer Panelbefragung

Thomas Klein

Zusammenfassung: In den zurückliegenden Jahren sind in der empirischen Sozialforschung in zunehmendem Maße Panelerhebungen durchgeführt worden. Dabei stellt sich häufig die Frage, ob Veränderungen von einer Befragung zur nächsten individueller Natur sind oder als sozialstruktureller Wandel interpretiert werden können. Der vorliegende Beitrag diskutiert zwei bislang in der Literatur vorgeschlagene Maße zur Messung des Anteils an zufälliger Veränderung hinsichtlich ihrer Validität und entwickelt aus ihrer Kritik eine verbesserte Maßzahl. Dieser verbesserte Index ist in dreifacher Hinsicht nützlich: Er zeigt an, inwieweit sozialstruktureller Wandel als 'stabil' bezeichnet werden kann oder von gegenläufigen Tendenzen durchsetzt ist. Er kann darüber hinaus zur Beurteilung der Wirksamkeit sozialpolitischer Maßnahmen beitragen. Schließlich gibt er u. U. einen Aufschluß über die (Retest-) Reliabilität der verwendeten Fragen, wenn man vermuten kann, daß real gar keine Veränderung stattgefunden hat.

Schlagworte: Datengewinnung, Änderung, Erhebungsmethode, empirische Forschung, Panel, Validität