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ZfS, Jg. 15, Heft 4 (1986)

Kontrolle oder Kooperation? Laienhilfe und professionelle Intervention bei Alkoholproblemen in der Schweiz

Harald Klingemann

Zusammenfassung: Am Beispiel der ambulanten Beratung bei Alkoholproblemen wird das Wechselverhältnis von professioneller sozialer Unterstützung und verschiedenen Formen der Laienhilfe exemplarisch analysiert. Ausgeprägte Selbsthilfetraditionen und eine beträchtliche Varianz im hauptberuflichen Beratungsangebot lassen gerade diesen sozialen Dienstleistungsbereich hierfür als besonders geeignet erscheinen. Die Bedeutung politischer Rahmenbedingungen, insbesondere der Ideologie des 'neuen Föderalismus' wird am Beispiel der Schweiz kursorisch dargestellt. Eine schriftliche Umfrage bei 116 spezialisierten Einrichtunen auf gesamtschweizerischer Ebene (bzw. n=193 Sozialarbeitern) dient als Datenbasis, um die aktuelle Struktur dieses Behandlungssektors zu beschreiben, die Perzeption der Laienhilfe beim Personal der Ambulatorien zu charakterisieren und erste Aussagen über die Rolle von beruflicher Problemdefinition und Qualifikation als wesentliche Determinanten der Einschätzung des Laienpotientials abzuleiten.

Schlagworte: Beratung, Alkoholismus, Sucht, ambulante Behandlung, soziale Dienste, Therapeut, Schweiz, Selbsthilfe, Laie