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ZfS, Jg. 13, Heft 4 (1984)

Warnpraxis und Warnlogik

Lars Clausen, Wolf R. Dombrowsky

Zusammenfassung: Indem dieser Beitrag das Warnen, als einen scheinbar abseitigen, jedoch zunehmend wichtigen Aspekt sozialen (und auch politischen) Handelns analysiert, beschäftigt er sich mit den Dilemmata der 'Prognose' in der Soziologie. Da Warnung mehr als die klassisch-naturwissenschaftliche Prognose umfaßt, nämlich - bei Erfolg - eine sich selbst annihilierende Voraussage, ergeben sich (1) praktische und (2) logische Probleme. So werden als erstes praktische Probleme umrissen: zunehmende gesellschaftliche Risiken bei zugleich interessenbeeinflußtem Warnwesen, die zusammengenommenen dazu tendieren, Überlebenschancen zu verringern. Zweitens ergibt sich, daß unsere Analyse durch die Beschränkungen der klassischen (aristotelischen) 2-wertigen Logik behindert werden, und einige vorläufige Überlegungen zur Nutzung mehr-wertiger Logiken werden für diesen empfindlichen Bereich vorgeschlagen. Sie könnten der Logik der Sozialwissenschaften insgesamt dienlich sein.

Schlagworte: Prognose, Methode, Logik, Sozialwissenschaft, Katastrophe