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ZfS, Jg. 13, Heft 3 (1984)

Handlung, Lebenswelt und System in der soziologischen Theoriebildung: Zur Kritik der Theorie des kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas

Alfred Bohnen

Zusammenfassung: In der Auseinandersetzung mit dem soziologischen Werk Talcott Parsons' nimmt die Frage nach dem Verhältnis von Handlungs- und Systemtheorie einen bedeutsamen Platz ein. Zu diesem Problem hat Jürgen Habermas in seiner jüngsten umfangreichen Veröffentlichung einen systematischen Lösungsvorschlag vorgelegt. Danach ergänzen sich beide theoretischen Ansätze derart, daß die Handlungstheorie auf den Bereich lebensweltlicher, auf direkter Kommunikation beruhender Handlungskoordinierung beschränkt bleibt, während die Systemtheorie für die Analyse aller jener Formen der Handlungskoordinierung benötigt wird, die in einer für die Beteiligten nicht mehr überschaubaren Weise sozial gesteuert werden. Es wird zu zeigen versucht, daß eine derartige Integration der beiden Ansätze auf der Ebene erklärender Theorien weder durchführbar noch auch notwendig ist.

Schlagworte: Habermas, J., kommunikatives Handeln, Handlungstheorie, Kritik, Soziologie, Theorie, Systemtheorie, Parsons, T., Theoriebildung