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ZfS, Jg. 13, Heft 2 (1984)

Abhängigkeit, Tausch und kollektive Entscheidung in einer Gemeindeelite

Peter Kappelhoff, Franz Urban Pappi

Zusammenfassung: Die Theorie der kollektiven Entscheidung von J. Coleman wird angewendet auf kommunalpolitische Entscheidungen der Elite einer deutschen Mittelstadt. Nach einer kurzen Schilderung der Fallstudie werden in Abschnitt 2 die Grundelemente der Theorie eingeführt (Interesse der Akteure für Ereignisse bzw. Issues und Kontrolle der Ereignisse durch die Akteure). Aus den direkten und indirekten Interessenverflechtungen der Akteure kann ein Machtindex berechnet werden. In Abschnitt 3 werden die zentralen Annahmen der Theorie besprochen (z.B. Tausch von Kontrolle auf einem vollkommenen Markt) und die kommunalpolitischen Entscheidungen in der Untersuchungsgemeinde vorausgesagt. Im vierten Abschnitt wird versucht, die Theorie extern zu validieren. Der Machtindex der Theorie wird mit einem anderen Machtindex und die Tauschannahmen werden mit Angaben über den tatsächlichen Tausch verglichen. Trotz der restriktiven Annahmen bewährt sich die Theorie bei der Erklärung komplexer Machtbeziehungen in einer lokalen Elite.

Schlagworte: Kontrolle, Macht, Kollektiv, Interessenlage, Abhängigkeit, Gemeinde, Kommunalpolitik, Elite, Entscheidung, Tausch