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ZfS, Jg. 12, Heft 3 (1983)

Die Priorität von Einstellungen und Verzerrungen im Interview. Eine Methodenuntersuchung anhand der Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage 1980

Dieter Hermann

Zusammenfassung: Die Fragestellung dieser Untersuchung ist, ob es Interviewer- und Befragtengruppen gibt, bei denen Interviewereffekte verstärkt auftreten. Die wesentlichen Hypothesen sind: Je geringer für den Interviewer (Befragten) die Priorität eines Fragenthemas ist, desto geringer (größer) ist der Interviewereffekt bezüglich der Fragen zu diesem Thema. Die Hypothesen werden an zwei Variablen - liberalen und leistungsorientierten Erziehungszielen - mit Hilfe der Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften 1980 überprüft. Zur Überprüfung der Hypothesen werden die Interviewer und Befragten in Subgruppen aufgeteilt, wobei sich diese Gruppen in der Einschätzung der Priorität eines Fragenthemas unterscheiden. Für jede dieser Subgruppen werden die Interviewereffekte durch Pfadanalysen mit LISREL berechnet. Die Ergebnisse: Beide Hypothesen können nicht abgelehnt werden.

Schlagworte: Forschungsreaktivität, Methode, Interview, Methodenforschung