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ZfS, Jg. 8, Heft 1 (1979)

Die Gesellschaften zur Förderung der Wissenschaft - Eine vergleichende Untersuchung

Rainald von Gizycki

Zusammenfassung: Bisher existieren nur wenige empirische Einzelfallstudien, die sich mit der Gründung, Entwicklung und Funktion wissenschaftlicher Fach- und Dachgesellschaften im nationalen Kontext befassen. Eine theoretische Funktionsbestimmung dieser sekundären Wissenschaftsorganisation muß deren Einbettung in die nationale und internationale scientific community berücksichtigen und ihre manifeste Rolle der Diffusion neuen, in den Primärorganisationen (Universitäten, Laboratorien etc.) produzierten Wissens mit zwei bedeutsamen latenten Konsequenzen verbinden: der 'kognitiven und sozialen Orientierung' der Wissenschaftlergemeinde auf vorherrschende, spezialisierte Paradigmata und Organisationsformen, sowie der daraus folgenden Tendenz der Angleichung des internationalen Wissensbestandes innerhalb wissenschaftlicher Disziplinen. Eine empirische Bestätigung dieses Interpretationsrahmens liefert die auf Imitationsprozesse zurückgehende Gründungsgeschichte und Sektionsentwicklung der 'Associations for the Advancement of Science' (in Deutschland, England, Frankreich und den USA), die u.a. die internationale Vermittlung von Kenntnissen über kognitive und organisatorische Spezialisierungen der scientific community und den tendenziellen Ausgleich nationaler Wissensvorsprünge zugleich (mit-)bewirkten und (mit-)reflektierten.

Schlagworte: Imitation; Forschung; Informationsfluss; Organisation; Frankreich; Forschungsschwerpunkt; Deutschland; Förderung; historische Entwicklung; Diffusion; USA; System; Nordamerika; wissenschaftliche Institution; Kommunikation; Differenzierung; Strukturwandel;