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ZfS, Jg. 7, Heft 3 (1978)

Meßniveau und Analyseverfahren - Das Problem "strittiger Intervallskalen"

Klaus R. Allerbeck

Zusammenfassung: Die Behandlung vieler in der Sozialforschung benutzter Variablen als Intervallskalen ist umstritten. Es wird versucht, den Widerspruch zwischen Forschungspraxis und soziologischer Methodologie aufzulösen. Hierzu werden logische Probleme der STEVENSschen Zuordnung von Meßniveau und Analyseverfahren und einige Mängel der Rezeption der Meßtheorie erörtert. Die Fragestellung der 'undermeasurement' -Kontroverse wird umformuliert. An einem für die Forschungspraxis charakteristischen Beispiel werden 496 Produkt-Moment-Korrelationskoeffizienten mit 496 KENDALLS r-Werten im Hinblick auf die resultierenden Aussagen verglichen. Die Übereinstimmung der Aussagen wird festgestellt; die Generalisierbarkeit des Ergebnisses wird diskutiert. Die Vercodung strittiger Intervallskalen wird erörtert. Probleme der Entwicklung von Theorien, welche mehr als nur die Richtung der Beziehungen zwischen Variablen angeben, werden betrachtet. Es wird darauf hingewiesen, daß die Definition metrischer Begriffe nicht nur die Voraussetzung, sondern auch die Folge einer solchen Entwicklung von Theorie und empirischer Forschung ist.

Schlagworte: Empirische Sozialforschung; Quantitative Methoden; Methodologie; Analyseverfahren; Messtheorie; Messniveau; Skalierung