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ZfS, Jg. 6, Heft 3 (1977)

Einführung in die konfirmatorische Faktoranalyse

Erich Weede, Wolfgang Jagodzinski

Zusammenfassung: Dieser Aufsatz ist ein Versuch, die Grundzüge der konfirmatorischen Faktorenanalyse auf einfache Art und unter Ausklammerung schwieriger bzw. unter Sozialwissenschaftlern nicht allgemein bekannter Verfahren und Darstellungsweisen abzuhandeln. Nur Grundkenntnisse der Pfadanalyse und der klassisch-exploratrischen Faktorenanalyse werden vorausgesetzt. Neben Faktoren 1. Ordnung werden auch solche 2. Ordnung behandelt. Die Annahmen und Eigenschaften von konfirmatorischer und exploratorischer Faktorenanalyse werden miteinander verglichen. Bei diesem Vergleich geht es weniger um mathematische Details als vielmehr um Fragen der 'Forschungspsychologie', der Forschungspraxis und der inhaltlichen bzw. theoretischen Fruchtbarkeit. Die Anwendung der konfirmatorischen Faktorenanalyse wird vor allem bei multiplen, aber fehlerhaften Indikatoren für die theoretisch bedeutsamen Variablen empfohlen, um 1. die Annahme bloß zufällig-unsystematischer Meßfehler zu prüfen, um 2. die Auswirkungen derartiger Meßfehler zu eliminieren, indem man bei der Überprüfung inhaltlicher Aussagen von der Indikatoren- zur Faktorenebene übergeht.

Schlagworte: Quantitative Methoden; Konfirmatorische Faktorenanalyse; Exploratorische Faktorenanalyse; Messfehler; Methodenvergleich