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ZfS, Jg. 6, Heft 1 (1977)

Statuskonsistenz und Schichtung: Eine Erweiterung der Statuskonsistenztheorie

Volker Bornschier, Peter Heintz

Zusammenfassung: Zunächst wird die Frage gestellt, inwiefern die Beiträge zur Statusinkonsistenzliteratur als Überprüfungen des theoretischen Konzeptes der Statusinkonsistenz angesehen werden können. Sodann wird auf zentrale theoretische Vorstellungen, die dem Begriff der Statusinkonsistenz zugrunde liegen, und auf die theoretischen Ansätze, die innerhalb dieser Vorstellungen möglich sind, eingegangen. Die Statusinkonsistenztheorie, die anschließend formuliert wird, berücksichtigt die Koexistenz verschiedener Konsistenznormen, nämlich von sozietalen und schichtspezifischen Normen. Sie entwickelt eine Systematik von konsistenten und inkonsistenten Statuskonfigurationen innerhalb von Schichtungssystemen, d.h. die gleichzeitig konsistenten und inkonsistenten Aspekte von Statuskonfigurationen werden zusammen mit ihrer strukturellen Lage in Schichtungssystemen betrachtet. Aus dem theoretischen Modell und der simultanen Variation einzelner Systemparameter und Randbedingungen lassen sich komplexe Sätze über den sozialen Wandel und über Verhaltenskonsequenzen bei Akteuren ableiten.

Schlagworte: Statusinkonsistenz; Sozialer Status; Soziale Schichtung; Sozialer Wandel