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ZfS, Jg. 4, Heft 3 (1975)

Formenanalyse bei Marx und ihr Verhältnis zur Systemwissenschaft

Werner Loh

Zusammenfassung: Die Formenanalyse von MARX und gegenwärtige Systemwissenschaften haben das Formproblem gemeinsam. MARX untersuchte Formen, indem er Elemente auf verschiedenen Ebenen funktional aufeinander bezog. Im Unterschied zu gegenwärtigen Systemtheorien und dem Marxismus-Leninismus sind bei MARX die Elemente selbst Formen und nicht aformale elementare Qualitäten. Formenanalytische Theorien können daher Objekte nur relational-funktional charakterisieren. Gegenwärtige Systemtheorien hingegen integrieren Begriffe wie 'Handlung' oder auch 'Ziel' elementaristisch. Formenanalyse bedarf der Kontrolle durch systematisches Konkretisieren und problemadäquates Totalisieren. Die formalen Konzepte der Systemwissenschaften werden zumeist in die Nähe von Mathematik und Logik gerückt, die gegenwärtig gewöhnlich als nicht-empirisch eingeschätzt werden. Empirische Formenanalyse setzt empirische Logik und Mathematik voraus.

Schlagworte: Systemtheorie; Form; Formenanalyse; Mathematik; Logik; Marx