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ZfS, Jg. 4, Heft 2 (1975)

Zur Formalisierung gruppendynamischer Konzepte

Bruno Meile

Zusammenfassung: Der Autor versucht, mit Hilfe der mengentheoretischen und relationenlogischen Beschreibungsmittel ein deskriptiv-formales Modell für gruppendynamische Konzepte zu begründen. Darin werden die Grundbegriffe wie Gruppe, Gruppenstruktur und Strukturveränderung definiert. Die Kybernetik bildet den grundlegenden Bezugsrahmen. - Die Konsequenzen für die empirische Gruppenforschung werden exemplarisch aufgezeigt: (1) ein möglicher Weg aus dem 'methodologischen Dilemma' der Soziometrie, (2) ein Verfahren zur empirischen Beschreibung von Veränderungen der Gruppenstruktur, (3) die Formalisierung des gruppendynamischen Theorems, wonach sich Freundesgruppen nach dem Gleichheitsprinzip formieren, und (4) die Ableitung begrifflich exakter Hypothesen aufgrund des reformulierten Theorems. Unter Berücksichtigung der kybernetischen Implikationen lassen sich auch neue Hypothesen gewinnen, die die Stabilität der Gruppenstruktur betreffen.

Schlagworte: Gruppenforschung; Gruppe; Gruppendynamik; Gruppenstruktur; Strukturveränderung; Stabilität; Formalisierung; Kybernetik