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ZfS, Jg. 3, Heft 2 (1974)

Zum Erkenntniswert empirischer Generalisierungen - Geburtenfolge und konformes Verhalten

Rüdiger Peuckert

Zusammenfassung: Zu den charakteristischen Kennzeichen gegenwärtiger sozialwissenschaftlicher Forschung gehört die Konstruktion und empirische Prüfung sogenannter empirischer Generalisierungen. Am Beispiel der empirischen Generalisierung 'Einfluß der Geburtenfolge auf die Wahrscheinlichkeit des Auftretens konformen Verhaltens' wird demonstriert, daß empirische Generalisierungen so, wie sie formuliert werden, in der Regel nicht zutreffen. Die Gründe werden genannt, warum empirische Generalisierungen nicht zutreffen (bzw. unter welchen Zusatzbedingungen sie zutreffen) und welche impliziten (meist unzutreffenden) Annahmen zur Aufstellung empirischer Generalisierungen geführt haben. Es wird schließlich gezeigt, daß selbst dann, wenn empirische Generalisierungen gültig sind, ihr Informationsgehalt extrem gering ist und zu unserem Verständnis sozialer Erscheinungen nur geringfügig beiträgt.

Schlagworte: Empirische Sozialforschung; Generalisierung; Informationsgehalt; Validität; Methodologie; Kritik