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ZfS, Jg. 3, Heft 1 (1974)

Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Empfehlungen zur Förderung der sozialwissenschaftlichen Forschung

M. Rainer Lepsius

Zusammenfassung: Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie sieht die einzelnen Teile dieser Empfehlungen in einem notwendigen Zusammenhang. Neben das Forschungspotential an den einzelnen Hochschulen sollen Service-Einrichtungen treten, die deren Forschungskapazität erhöhen. Zugleich sollen die Institute für Daueraufgaben die Datengewinnung wesentlich vergrößern und eine Dauerbeobachtung von sozialen Strukturen und Prozessen ermöglichen. Innovative Formen der Wissenschaftsförderung sollen sowohl die sozialwissenschaftliche Forschung der Hochschulen wie der hochschulfreien Forschungseinrichtungen beleben, untereinander vermitteln und beschleunigen. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll schließlich durch eine planmäßige Fluktuation zwischen Forschungseinrichtungen verschiedener Art umfassende Chancen der Ausbildung und Gewinnung von Forschungserfahrung erhalten. Jüngere Wissenschaftler sollen dabei die Gelegenheit erhalten, an Forschungsaufgaben mitzuarbeiten und praktische Erfahrungen in verschiedenen Forschungsfeldern zu gewinnen, die von den Hochschulen angesichts der zunehmenden Lehrbelastung nicht mehr allein geboten werden können, ohne daß ihre Karriere in unzumutbarer Weise belastet wird.

Schlagworte: Sozialforschung; Forschungsförderung; Forschungseinrichtung; Förderungsinstrumente; Finanzierung; Infrastruktur; Kooperation; Innovation; DGS; Bundesrepublik Deutschland