Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 3, Heft 1 (1974)

Zum theoretischen Verständnis ethnischer Konflikte: Der Fall der ausländischen Arbeitnehmer in der Schweiz

Isidor Wallimann

Zusammenfassung: Der Import ausländischer Arbeitskraft (vor allem aus Südeuropa) ist für die nordeuropäischen Länder in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zum gemeinsamen Merkmal geworden. Ein vorrangiges Beispiel ist die Schweiz. Die Probleme, die mit dieser Wanderung von Arbeitskraft verbunden sind, sind vielfältiger Natur. Zu den Hauptproblemen gehört die Diskriminierung ausländischer Arbeitnehmer durch die einheimische Bevölkerung. Die Ursprünge dieser Diskriminierung können theoretisch mithilfe tauschtheoretischer Prämissen - und unter Beachtung der Konsequenzen, die Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt nach sich zieht - erklärt werden. Im Rahmen einer derartigen Analyse kann zugleich gezeigt werden, in welcher Weise die verschiedenen Formen von Diskriminierung, wie sie Institutionen oder Organisationen implizieren, mit jenen, die Individuen ausüben, funktional verbunden sind. Sollen Diskriminierung, ihre Ursprünge und Folgen verstanden werden, sind alle Formen von Diskriminierung zugleich im Auge zu behalten. Der vorliegende Artikel zeigt, wie dies zu gewährleisten ist.

Schlagworte: Migration; Arbeitsmigration; Arbeitsmarkt; Ausländische Arbeitnehmer; Diskriminierung; Institutionelle Diskriminierung; Tauschtheorie; Schweiz;