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ZfS, Jg. 2, Heft 4 (1973)

Die Bedeutung der Verwandten für die großstädtische Familie

Elisabeth Pfeil, Jeanette Ganzert

Zusammenfassung: Ist die Verwandtschaft in den großen Städten noach wichtig für das Leben der Kernfamilie? Es hat sich zwar in Untersuchungen aus verschiedenen Ländern herausgestellt, daß die großstädtische Kernfamilie keineswegs isoliert lebt, sondern in geselligen Beziehungen zu Verwandten und Bekannten steht; man kennt auch die Häufigkeit der Familienbesuche und ihre Abhängigkeit von der räumlichen Entfernung im Stadtraum, aber man ist sich noch nicht in genügendem Maße klar über die Bedeutung des Verwandtenverkehrs für das junge Elternpaar und seine Kinder. In der vorliegenden Arbeit werden einzelne Aspekte untersucht, welche den Verfassern geeignet erschienen, die Relevanz der Familienbeziehungen zum Vorschein zu bringen: Ratsuche und Ratgabe - Wahler der Paten - Verwandte als Vorbild - das komplementäre Verhältnis von Verwandten- und Bekanntenverkehr - die Bedeutungsabnahme der Verwandten mit dem Vordringen partnerschaftlicher Ehefürung - ihre temporäre Bedeutungszunahme bei Berufstätigkeit der jungen Mütter. Die Untersuchung wurde an Müttern von Schulanfängern (Durchschnittsalter 35 Jahre) in vier Hamburger Stadtteilen durchgeführt.

Schlagworte: Familiensoziologie; Familie; Kernfamilie; Familienbeziehungen; Verwandtschaft; Ehe; Partnerschaft; Großstadt