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ZfS, Jg. 2, Heft 1 (1973)

Fragen zur Theorie der Statusinkonsistenz: Auf dem Wege zu einer Neuorientierung

Ekkart Zimmermann

Zusammenfassung: Die Theorie der Statusinkonsistenz wird anhand vorliegender Ergebnisse kritisiert. Nach einigen dieser Untersuchungen müßten in der Theorie der Statusinkonsistenz Variablen wie z.B. Erwartungen der Interaktionspartner aneinander, subjektive Bedeutsamkeit einzelner Statusdimensionen und der jeweiligen Kombination von Statusdimensionen sowie soziale Sichtbarkeit berücksichtigt werden. Auf einige zweifelhafte Prämissen in der Theorie wird hingewiesen. Es zeigt sich nämlich, daß zahlreiche gewichtige Annahmen gemacht werden, die als plausibel gelten, die in Wirklichkeit aber erst empirisch abzusichern sind. Andere Untersuchungen werfen sogar Zweifel an der Notwendigkeit einer Theorie der Statusinkonsistenz auf. Möglicherweise sind in Alternativtheorien zur Theorie der Statusinkonsistenz, die generellere Aussagen erlauben und Statusinkonsistenz als Unterfall erscheinen lassen, verhaltensrelevantere Dimensionen angeschnitten. Zu diesen Theorien, auf die im 2. Teil eingegangen wird, könnten die Rollentheorie, die Bezugsgruppentheorie (mit den Unterfällen: Theorie der relativen Benachteiligung und Theorie der 'cross pressures') sowie vor allem die Gleichgewichtstheorien zählen.

Schlagworte: Statusinkonsistenz; Sozialer Status; Rolle; Rollentheorie; Interaktion; Erwartung; Bezugsgruppe; Bezugsgruppentheorie; Gleichgewichtstheorie; Theorie; Kritik