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ZfS, Jg. 1, Heft 3 (1972)

Symbolic Interaction Theory. A Critical Review and Reformulation

W. Peter Archibald

Zusammenfassung: Der Status der Theorie des symbolischen Interaktionismus als eines explanatorischen Systems ist in jüngsten Veröffentlichungen insofern zu Recht in Frage gestellt worden, als die symbolischen Interaktionisten dazu neigen, empirische Verallgemeinerungen mehr zu betonen als die eher explanatorischen Aspekte der Theorie. Im vorliegenden Aufsatz wird die Theorie in einer Weise dargestellt, die beides zugleich erlaubt: systematische Ableitung von Implikationen und stengere Tests. 'Rollenübernahme' ist hierbei der leitende Begriff; die zentralen Aussagen beziehen sich einerseits auf die für das Individuum gegebenen Anpassungserfordernisse, andererseits auf die durch die Rollenübernahme selbst bedingten Anpassungsfolgen. Unter der Voraussetzung, daß die vorliegende Darstellung hinlänglich zutrifft, vertritt der Autor die These, daß die in Frage stehende Theorie bisher nur mangelhaft entwickelt und geprüft und ein beträchtlicher Teil ihres theoretischen Potentials ungenützt geblieben ist.

Schlagworte: Sozialtheorie; Symbolischer Interaktionismus; Interaktion; Rolle; Rolleneinnahme; Soziale Anpassung