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ZfS, Jg. 38, Heft 2 (2009)

Brückenhypothesen - Kritik der ökonomischen Theorie der Ziele

Mateusz Stachura

Zusammenfassung: Im vorliegenden Aufsatz wird eine institutionentheoretische Alternative zu Siegwart Lindenbergs Modell der theoriereichen Konstruktion von Brückenhypothesen entwickelt. Lindenbergs Modell richtet sich sowohl gegen theoriearme, empirische Verfahren der Konstruktion von Brückenhypothesen als auch gegen bloße Ad-hoc-Annahmen über Präferenzen sozialer Akteure. Durch die Anwendung des Nachfragegesetzes auf die Relation zwischen Präferenzen und Metapräferenzen gelingt es Lindenberg, eine innovative Theorie der Ziele zu entwickeln. In der hier aufgeführten Kritik an dieser Theorie wird jedoch gezeigt, dass Lindenberg die Ad-hoc-Annahmen nicht eliminiert, sondern nur an eine andere, weniger offensichtliche Einsatzstelle verschoben hat. Als Alternative zur ökonomisch orientierten Theorie der Ziele wird ein an Weber orientiertes Verfahren zur theoriereichen Konstruktion von Brückenhypothesen entwickelt. Durch die Kontrastierung der Informationen über die Restriktionen und die Art der Handlungsregeln erlaubt das Verfahren Rückschlüsse auf die erklärungsfähigen Ziele des Handelns.

Schlagworte: Handlungstheorie; Brückenhypothesen; Akteur; Ziele; Handlungsregeln; Weber