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ZfS, Jg. 37, Heft 1 (2008)

Technologische Innovationen und sektoraler Wandel. Eingriffstiefe, Adaptionsfähigkeit, Transformationsmuster: Ein analytischer Ansatz

Ulrich Dolata

Zusammenfassung: In diesem Text wird ein analytischer Ansatz vorgestellt, mit dem das Ausmaß und die typischen Muster technikinduzierten sektoralen Wandels empirisch untersucht und erklärt werden können. Dazu werden zwei wesentliche Konzepte herausgestellt und aufeinander bezogen: Zum einen die spezifische sektorale Eingriffstiefe neuer Technologien, also die substanzielle oder inkrementelle Bedeutung, die diese für das jeweilige sektorale System haben (können); zum anderen die sektorale Adaptionsfähigkeit der dort etablierten sozioökonomischen Strukturen, Institutionen und Kernakteure, die mit neuen technologischen Möglichkeiten konfrontiert werden. Mit Hilfe des ersten Konzepts - sektorale Eingriffstiefe neuer Technologien - lässt sich der sektorale Anpassungs- und Veränderungsdruck, den neue Technologien bzw. Technologiefelder erzeugen, identifizieren. Mit dem zweiten komplementären Konzept - sektorale Adaptionsfähigkeit - lassen sich die sektorale Aufnahmebereitschaft und Verarbeitungskapazität dieses Drucks, die durch die jeweils bestehenden sektoralen Strukturen, Institutionen und Handlungsorientierungen geprägt werden, analysieren. Aus dem spezifischen Zusammenspiel beider Einflussfaktoren ergeben sich unterscheidbare sektorale Transformationsmuster, die sich im Spektrum antizipativer Anpassung und krisen­hafter Reaktion bewegen.

Schlagworte: Techniksoziologie; Technologie; Sektoraler Wandel; Sektorale Adaptionsfähigkeit; Sektorale Eingriffstiefe