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ZfS, Jg. 37, Heft 1 (2008)

Felder und Klassen: Pierre Bourdieus Theorie der modernen Gesellschaft

André Kieserling

Zusammenfassung: Bourdieu sieht die moderne Gesellschaft als differenziert in Klassen und als differenziert in Felder. Der Aufsatz stellt die Frage nach dem theorie-internen Stellenwert dieser beiden Differenzierungsformen. Und er beantwortet sie im Sinne eines deutlich erkennbaren Vorranges der Felder- vor der Klassendifferenzierung: Die Hypothese einer primär in Klassen differenzierten Gesellschaft wird durch Bourdieu also nicht unterstützt. Um dies zu zeigen, werden die folgenden Komponenten seiner Gesellschaftstheorie interpretiert: die Konzeption eines autonomen Feldes sowie ihre Nichtanwendung auf das Erziehungssystem; der Klassenbegriff sowie seine Implikationen für die etwaige Sonderstellung einerseits der herrschenden, andererseits der universellen Klasse; schließlich die dazu passende Handlungstheorie.

Schlagworte: Soziale Ungleichheit; Gesellschaftliche Differenzierung; Felder; Klassen; Bourdieu