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ZfS, Jg. 34, Heft 4 (2005)

Brücken zur regionalen Clusterforschung. Soziologische Annäherung an ein ökonomisches Erklärungskonzept

Michael Jonas

Zusammenfassung: Sowohl eine Reihe europäischer Nationen als auch die Europäische Union unternehmen erhebliche Anstrengungen, um die Entwicklung hochtechnologischer Felder voranzutreiben. Als wissenschaftliche Grundlage derartiger Initiativen und Entwicklungsprozesse wird von den relevanten Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft sowie Medien oftmals das Konzept ,regionaler Cluster' herangezogen. Einerseits fehlt es nicht an Einwänden, in denen die regionale Clusterforschung als wissenschaftliches Anhängsel oder Feigenblatt anderweitig motivierter Aktivitäten sowie als wissenschaftliches ,Fliegengewicht' eingestuft wird. Andererseits mangelt es vor allem im soziologischen Diskurs an ernsthaften Auseinandersetzungen, in denen der wechselseitigen Anschlussfähigkeit soziologischer Ansätze und dem Clusterkonzept nachgegangen wird. Der Beitrag dient dem Zweck, einen Teil dieser Lücken im Diskurs zu schließen: Um das Erklärungspotenzial des Clusterkonzeptes abzuschätzen, wird der Fragestellung nachgegangen, wie eine soziologische Reflexion an die Grundlagen dieses Konzeptes anschließen kann. In einem ersten Schritt erfolgt eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Bausteinen des Konzeptes. Anschließend werden die Erkenntnismöglichkeiten einer soziologisch reflektierten Clusterforschung erörtert. Auf der Basis dieser Erörterung wird im Resümee mit einem Plädoyer für eine komparativ angelegte Clusterforschung abgeschlossen.

Schlagworte: Regionale Cluster; Clusterkonzept; Clusterforschung; Wirtschaft; Hochtechnologie