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ZfS, Jg. 34, Heft 3 (2005)

Der Einfluss der beiden TV-Duelle im Vorfeld der Bundestagswahl 2002 auf die Wahlbeteiligung und die Wahlentscheidung. Eine log-lineare Pfadanalyse auf der Grundlage von Paneldaten

Markus Klein

Zusammenfassung: Während des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2002 trafen die Kanzlerkandidaten der beiden großen Volksparteien anlässlich zweier Fernsehdebatten aufeinander, die nach dem Vorbild der amerikanischen "Presidential Debates" organisiert waren. Die Fernsehsender bewarben diese zentralen Wahlkampfereignisse als die "TV-Duelle" des Amtsinhabers Gerhard Schröder (SPD) und des Kanzlerkandidaten der Unionsparteien, Edmund Stoiber. Jede der beiden Debatten wurde von 15 Millionen Zuschauern verfolgt, ungefähr einem Viertel der deutschen Wähler. Der Artikel untersucht den Einfluss der beiden TV-Duelle auf die Wahlteilnahme und die Wahlentscheidung der Bürger. Die analysierten Daten wurden mittels einer neuartigen Befragungstechnologie über den Fernsehschirm der Befragten erhoben. Es wird gezeigt, dass das Sehen der Duelle in der Tat einen Einfluss auf die Wahlteilnahme und die Wahlentscheidung des einzelnen Bürgers ausgeübt hat.

Schlagworte: Politische Soziologie; Wahlkampf; TV-Duelle ; Wahlteilnahme; Wahlentscheidung; Bundestagswahl; forsa.omninet