Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 33, Heft 3 (2004)

Der Takt der Börse. Inklusionseffekte von Verbreitungsmedien am Beispiel des Börsen-Tickers

Urs Stäheli

Zusammenfassung: Der Aufsatz zeigt am historischen Fallbeispiel des Börsentickers, auf welche Weise Verbreitungsmedien für Inklusionsprozesse in Funktionssystemen relevant werden. Die Geschichte des Börsentickers ist sowohl in der Mediengeschichte wie auch in der Mediensoziologie vernachlässigt worden, obwohl der Ticker eines der ersten auf Echtzeit beruhenden Medien ist. Der Beitrag unternimmt eine Analyse der Semantiken, die sich mit dem Ticker und seinen Effekten beschäftigen. Dabei wird vorgeschlagen, zwischen der Medialität und der Zugänglichkeit tickerbasierter Kommunikation zu unterscheiden. In einem ersten Schritt akzentuiert der Beitrag die durch das Tickermedium gewonnene Zugänglichkeit und zeigt auf, welche Bedeutung die Etablierung des Tickers für die Verbreitung finanzökonomischer Kommunikation hat. In einem zweiten Teil wird die Medialität des Tickers betont und aufgezeigt, dass der Ticker nicht nur ein unsichtbares Verbreitungsmedium ist, sondern dass seine Mitteilungsweise selbst in den Vordergrund rückt. Im letzten Teil wird das Verhältnis der durch den Ticker vergrößerten Zugänglichkeit zur Faszination durch seine Medialität diskutiert.

Schlagworte: Mediensoziologie; Börse; Börsenticker; Finanzökonomie; Kommunikation; Verbreitungsmedien