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ZfS, Jg. 32, Heft 6 (2003)

Globalisierung im deutschen Profifußball

Tobias Hemmersbach

Zusammenfassung: Zu den offenkundigen Veränderungen im deutschen Profifußball vor allem seit den 90er Jahren zählen die Internationalisierung des Spielermarktes und die Kommerzialisierung der Fußballindustrie. Überdies wurde mit der Einführung der Champions League in Anlehnung an die nationalen Ligen ein internationaler Vereinswettbewerb geschaffen, der in Teilen die Idee einer Europaliga verwirklicht. Diese Veränderungen lassen eine zunehmende Öffnung des deutschen gegenüber dem internationalen Profifußball vermuten. Das Merkmal der zunehmenden internationalen Ausrichtung weist auf die Diskussion der Globalisierung in den Sozialwissenschaften. Die vorliegende Arbeit macht es sich zur Aufgabe, unterschiedliche, in der sozialwissenschaftlichen Globalisierungsdiskussion erläuterte Aspekte für die Untersuchung der Entwicklung des deutschen Profifußballs fruchtbar zu machen. Zwei Ebenen des deutschen Profifußballs werden hier untersucht, die Spieler und die Vereine. Der jeweiligen Analyse liegt die Frage zu Grunde, inwiefern die Entwicklungen einer Globalisierung entsprechen und welche Auswirkungen sie aufweisen, insbesondere ob sie Ungleichheitsstrukturen im Profifußball vermindern oder vergrößern. Dabei zeigt sich, dass sich zentrale Thesen und Ergebnisse der Globalisierungsdiskussion auf die Entwicklung des deutschen Profifußballs übertragen lassen.

Schlagworte: Profifußball; Globalisierung; Fußballspieler ; Fußballvereine; Ungleichheit