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ZfS, Jg. 32, Heft 4 (2003)

Bildungsprozesse zwischen Diskontinuität und Karriere: das Phänomen der Mehrfachausbildungen

Steffen Hillmert, Marita Jacob

Zusammenfassung: In Debatten um Bildung und Ausbildung in Deutschland wird immer wieder auf die Zunahme von Mehrfachausbildungen hingewiesen. Dieser Beitrag gibt aus einer individuellen Lebensverlaufsperspektive einen empirischen Überblick zu diesem Themenkomplex: Er beschreibt die Häufigkeit von Mehrfachausbildungen, ihre zeitliche und inhaltliche Struktur sowie die Personengruppen, die Mehrfachausbildungen unternehmen. Zu einem großen Teil führen zusätzliche Ausbildungen zu einer Höherqualifizierung. Daneben zeigt sich u.a. die große Bedeutung der Berufsfachlichkeit auch für Kombinationen von Ausbildungen. Generell orientieren sich auch spätere Ausbildungen zu einem großen Teil an Merkmalen der Erstausbildung. Die Ergebnisse machen darüber hinaus deutlich, dass Mehrfachausbildungen interindividuelle Bildungsunterschiede eher vergrößern als kompensieren.

Schlagworte: Bildung; Soziale Ungleichheit; Lebensverlaufsforschung; Berufsforschung; Mehrfachausbildungen; Bildungsunterschiede