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ZfS, Jg. 31, Heft 5 (2002)

Instrumentelles oder expressives Wählen?. Eine empirische Untersuchung am Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl vom 21. September 1997

Markus Klein

Zusammenfassung: Die klassische Rational-Choice-Theorie des Wählerverhaltens wird durch einen neuen Ansatz herausgefordert: die Theorie expressiven Wählens. Diese Theorie wird dem Modell von Anthony Downs gegenübergestellt, um einige testbare Hypothesen zu entwickeln, die es ermöglichen, zwischen den beiden Theorien empirisch zu diskriminieren. Diese Hypothesen beziehen sich auf die Bewertung der Wahlplattformen der verschiedenen Parteien und deren Effekt auf die Entscheidung zur Wahlteilnahme und zur Wahl einer bestimmten Partei. Der empirische Test dieser Hypothesen wird am Beispiel der Hamburger Bürgerschaftswahl vom 21. September 1997 durchgeführt. Als eine methodische Innovation wird die Analyse der Policy-Präferenzen der Wähler mit Hilfe der Conjoint-Analyse durchgeführt. Die Ergebnisse der empirischen Analysen deuten darauf hin, daß die Theorie expressiven Wählens besser zur Erklärung des Wählerverhaltens geeignet ist als die klassische Rational-Choice-Theorie. Abschließend werden einige normative Implikationen dieses Befundes diskutiert.

Schlagworte: Politische Soziologie; Wähler; Wählerverhalten; Rational Choice; Theorie expressiven Wählens; Conjoint-Analyse