Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 31, Heft 3 (2002)

Das Großgruppenverfahren Open Space. Einführung von Marktmechanismen in Organisationen

Nicole J. Saam

Zusammenfassung: Aus den USA kommend, wird zunehmend auch in Deutschland das Großgruppenverfahren Open Space (Owen 1997) als Methode im Rahmen von langfristigen Prozessen organisationalen Wandels eingesetzt. Open Space ist eine Methode der Organisationsentwicklung, bei der mehr als 30 Personen (häufig mehrere hundert) für die Dauer von drei Tagen hauptsächlich oder immer wieder in einem Raum versammelt sind und sich auf eine gemeinsame Aufgabe konzentrieren. Der vorliegende Aufsatz stellt zunächst das Konzept von Open Space und seine Anwendungspraxis vor. Anschließend konzentriert er sich auf die sozialtheoretische Fundierung dieses Verfahrens: Unter Rückgriff auf Hayek wird die These vertreten, dass das Konzept von Open Space auf der sozialen Koordinationsform des Marktes beruht, die in eine Organisation eingeführt wird, und in dessen Mittelpunkt die Generierung von Wissen steht. Aus dem Transaktionskostenansatz (Williamson) werden Thesen über die Voraussetzungen und die Grenzen für den Einsatz des Open Space-Verfahrens abgeleitet.

Schlagworte: Organisationssoziologie; Organisation; Organisationsentwicklung; Organisationaler Wandel; Markt; Marktmechanismen; Transaktionskostenansatz; Open Space