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ZfS, Jg. 31, Heft 2 (2002)

Die Bereitschaft, sich wieder befragen zu lassen, in postalischen Erhebungen

Falk Schützenmeister

Zusammenfassung: Anhand einer Studie zum Leben in Düsseldorf und Dresden wird gezeigt, dass die Mehrzahl der Teilnehmer von postalischen Befragungen zur Teilnahme an einer erneuten Erhebung bereit ist. In einem weiteren Schritt werden die Determinanten der Teilnahmebereitschaft und die Zusammensetzung der bereiten Personen analysiert. Alle untersuchten Subgruppen sind, wenn auch unterschiedlich stark, unter den Kooperationsbereiten vertreten. Dabei haben das Verhalten der Befragten in der gerade stattfindenden Erhebung und ihre Prädisposition bezüglich der Befragungsteilnahme einen voneinander relativ unabhängigen Einfluss auf die Entscheidung zur Teilnahme. Es wird auch gezeigt, dass in einer regionalen und einer überregionalen Befragung unterschiedliche Bezugsrahmen aktiviert werden, in denen die untersuchten Determinanten unterschiedlich stark wirken. Es kann nachgewiesen werden, dass man in postalischen Erhebungen mit der Frage nach der Bereitschaft, sich erneut befragen zu lassen, Panelteilnehmer rekrutieren kann. Die Verzerrungen eines so gewonnenen Panels sind relativ gering und lassen sich im Rahmen der niedrigen Erhebungskosten rechtfertigen.

Schlagworte: Umfrageforschung; Befragung; Wiederbefragung; Teilnahmebereitschaft; Postalische Befragung; Antwortverhalten; Kooperationsbereitschaft; Teilnehmer; Bundesrepublik Deutschland