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ZfS, Jg. 31, Heft 2 (2002)

Unternehmensnetzwerke - revisited

Hartmut Hirsch-Kreinsen

Zusammenfassung: Der Beitrag resümiert die seit längerem laufende sozialwissenschaftliche Diskussion um Unternehmensnetzwerke, der zufolge es sich dabei um einen überaus bedeutsamen Entwicklungspfad von Unternehmensorganisationen handelt. Danach wird Netzwerkbildung als Reaktion vieler Unternehmen auf die krisenhaften sozio-ökonomischen Entwicklungstendenzen der letzten Jahre angesehen, die einzelne Unternehmen zunehmend überfordern. Weitgehend ausgeblendet bleibt dabei aber die Frage, warum Unternehmen oftmals kein Netzwerk mit anderen Firmen eingehen. An solche nicht sehr eindeutigen empirischen Befunde knüpft der Beitrag an und fragt nach den Konstitutions- und Funktionsbedingungen von Unternehmensnetzwerken. Die These ist, dass die turbulenten ökonomischen Anforderungen, die mit der Netzwerkbildung bewältigt werden sollen, auf diese in Form einer ganzen Reihe von Koordinationsproblemen zurückschlagen. Diese Koordinationsprobleme werden in Hinblick auf verschiedene Dimensionen - Aufbau von Vertrauen, organisatorische Komplexität, Wandlungsfähigkeit - präzisiert. Davon ausgehend werden abschließend die Funktionsbedingungen von Unternehmensnetzwerken genauer gefasst und der möglicherweise nur transitorische Charakter von Netzwerken angesprochen.

Schlagworte: Wirtschaftssoziologie; Industriesoziologie; Wirtschaft; Netzwerke; Unternehmen; Koordination; Netzwerkbildung; Koordinationsprobleme