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ZfS, Jg. 31, Heft 2 (2002)

Kompensation statt Kumulation?. Soziale Ungleichheit aus der Sicht des "Theorems des Ausgleichs der Nettovorteile"

Peter Preisendörfer

Zusammenfassung: Das schon von Adam Smith formulierte Theorem des Ausgleichs der Nettovorteile in verschiedenen Beschäftigungen hat als eine Theorie sozialer Ungleichheit in der Soziologie bislang kaum Beachtung gefunden. Dies ist aus mindestens zwei Gründen ein Mangel: Zum einen kann das Smithsche Ausgleichstheorem als eine inhaltliche Heruasforderung, ja als eine Provokation an die Adresse der Sozialstrukturanalyse gesehen werden. Zum anderen lassen sich an dem Theorem exemplarisch die unterschiedlichen Denkweisen und Forschungsstrategien in der Soziologie und der Ökonomie aufzeigen. Der Beitrag stellt zunächst die Grundgedanken des Ausgleichstheorem dar. Im zweiten Schritt wird dessen theoretischer Stellenwert verdeutlicht. Im dritten Schritt wird auf vorliegende empirische Evidenzen zu dem Theorem eingegangen. Zuletzt werden mögliche politische "Implikationen" erörtert.

Schlagworte: Soziale Ungleichheit; Sozialstruktur; Adam Smith; Theorem des Ausgleichs der Nettovorteile