Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 30, Heft 6 (2001)

Die Kontrolle von Drittvariablen bei der Messung von Segregation. Ein Vorschlag am Beispiel der familialen Assimilation von Migranten

Frank Kalter

Zusammenfassung: In diesem Beitrag wird ein Verfahren vorgeschlagen, durch das eine Drittvariablenkontrolle bei der Verwendung von Segregationsindizes möglich wird. Es verknüpft das Multinomiale Logitmodell und den Dissimilaritätsindex. Diese Verbindung des Regressions- und Segregationsansatzes erweist sich als ein äußerst nützliches Instrument zur Analyse von sozialen Ungleichheitsstrukturen. Dies wird am Beispiel der Frage nach der familialen Assimilation von Migranten in Deutschland und mit Daten der Volkszählung 1970 und des Mikrozensus 1995 ausführlich demonstriert. Isoliert verwendet, erlaubt der Regressionsansatz keine eindeutige Einschätzung des grundsätzlichen Trends, und der Segregationsansatz kommt zu einem wenig sinnvollen Gesamtbild, da er die demographischen Veränderungen nicht berücksichtigt. Die vorgeschlagene Kombination beider Verfahren ermöglicht es jedoch, strukturelle Änderungen aus den Ungleichheitsstrukturen herausrechnen und somit die Grundthese einer tendenziellen Angleichung der Familientypen zwischen Deutschen und Migranten zu belegen.

Schlagworte: Drittvariablenkontrolle; Segregation; Migranten; Familientypen; Soziale Ungleicheit; Mikrozensus