Logo in der Kopfzeile
Kopfzeile

ZfS, Jg. 29, Heft 1 (2000)

Wohneigentum im Lebenslauf. Kohortendynamik, Familiengründung und sozioökonomische Ressourcen

Michael Wagner, Clara H. Mulder

Zusammenfassung: In Deutschland wollen viele im Wohneigentum leben, doch die Wohneigentumsquote der Haushalte ist mit etwa 40% niedrig. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, in welcher Weise die Familiengründung sowie die sozioökonomischen Ressourcen, über die Individuen verfügen, den Übergang insWohneigentum beeinflussen. Die empirische Analyse basiert auf einer repräsentativen Stichprobe retrospektiv erhobener Lebensverlaufsdaten westdeutscher Geburtsjahrgänge von 1919 bis 1961. Der Übergang ins Wohneigentum vollzieht sich innerhalb einer breiten Altersspanne zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Die Mitglieder der Geburtsjahrgänge 1930 und 1940 verwirklichten den Übergang ins Wohneigentum zwar rascher als die älteren Geburtsjahrgänge, doch bei den jüngeren Geburtsjahrgängen hat sich dieser Prozeß nicht mehr beschleunigt. Der Hausbesitz der Eltern erleichtert den Kindern, selbst Wohneigentümer zu werden. Ferner ist der Wechsel ins Wohneigentum eng mit der Heirat, dem Bildungsniveau, der Erwerbsdauer sowie dem Urbanisierungsgrad assoziiert.

Schlagworte: Soziale Ungleichheit; Sozialstruktur; Strukturwandel; Wohnform; Wohneigentum; Lebensverlauf; Familiengründung; Bundesrepublik Deutschland